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- Kategorie: Biotoptypen
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Sandmagerrasen sind von Natur aus seltene Lebensräume, die in ihrer Verbreitung weitgehend auf Flugsanddecken und Flugsanddünen sowie Terrassensande beschränkt sind. Sie entwickeln sich auf fluviatil und äolisch umlagerten, lockeren Verwitterungsprodukten geringen Nährstoffgehaltes. Ein vollständiger Sandmagerrassen-Lebensraumkomplex umfasst neben weitgehend vegetationsfreien Sanden und unterschiedlichen Magerrasentypen auch lichte Kiefernwälder.
Die unterschiedlichen Strukturtypen sind eng verbunden und durch ein kleinteiliges Mikrorelief oft auch räumlich verzahnt. Die Sandrasen bevorzugen helle, trocken-warme, offene und waldfreie nährstoffarme Standorte und ihr Vorkommen ist meist an Terrassensande entlang großer Flussläufe oder an Flugsande, die in der Nähe von Terrassensanden liegen, gebunden.
Allein durch ihren Reichtum an seltenen und gefährdeten speziell an die extremen, nahezu lebensfeindlichen Standortbedingungen angepassten Pflanzenund Tierarten haben Sandmagerrasen eine wichtige Funktion für den Arten- und Biotopschutz. Zudem besitzen Sandgebiete gerade in Trinkwasserschutzgebieten größte Wichtigkeit für den Ressourcenschutz. Infolge ihrer geringen Wasserhaltekraft und ihrer großen Porenoberfläche sind Sandböden relevant für die Auffüllung der Grundwasserspeicher und für die Erhaltung ihrer Qualität. Niederschläge füllen direkt und ohne längere Passagedauer im Boden Grundwasservorräte auf.
Verbreitung in Bayern und Mittelfranken
Die Primärstandorte sind in Bayern unter anderem durch Flussregulierungen weitestgehend verschwunden. Die Sekundärstandorte sind an Flächen, die durch den Sandabbau, Schafhütung, Militär oder Ackerbau entstanden, gebunden. Sandrasen befinden sich heute im Bereich von Sandgruben, auf Flugsanddünen und in Sand-Kiefernwäldern. Die wichtigsten Vorkommen der Flugsande sind östlich der Rednitz im Albvorland abgelagert, die Terrassensande begleiten Rednitz und Regnitz auch im Westen. Dort sind die Klimabedingungen auch am idealsten: In der regionalen Einstufung zählt das Regnitztal noch zum Klimabezirk Mittelfranken, da es klimatisch die charakteristischen Merkmale wie das Nürnberger Becken aufweist. Die kontinentalen Einflüsse machen sich durch warme Sommer und relativ kalte Winter sowie relativ geringe Niederschläge bemerkbar. So beträgt die Niederschlagssumme für da mittelfränkische Becken 600-650mm, eines der trockensten Gebiete in Bayern.
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